CO₂-Bilanz und Energieverbrauch
Wer nach dem CO₂-Ausstoß seiner Flotte gefragt wird — von der Konzernmutter, der Bank oder im Vergabeverfahren —, braucht eine Zahl, die er erklären kann. DocuFleet rechnet sie aus den Litern und Kilowattstunden, die in den Tank- und Ladebuchungen ohnehin stehen, und sagt dazu, worauf sie beruht.
01 · VERBRAUCH & ENERGIE
Eine Zahl, die man erklären kann
Der Anker ist der VSME, der freiwillige EU-Standard für Unternehmen ohne Berichtspflicht. Er fragt zuerst nach der Energie und erst danach nach den Treibhausgasen — in dieser Reihenfolge steht es auch hier.
Sammeln Sie die vorhandenen Mengen mit Datum und Beleg. Die Unterscheidung zwischen Kraftstoff und Strom hält die Datengrundlage für spätere Auswertungen nachvollziehbar.
Energie zuerst, dann Emissionen
Der Verbrauch steht in MWh, getrennt nach Strom und Kraftstoffen. Möglich wird das über Heizwerte je Antrieb und Einheit — ohne sie lassen sich Liter und Kilogramm nicht in Energie umrechnen. Wasserstoff und Erdgas lassen sich dafür auch in Kilogramm buchen, auf allen Wegen bis zum Beleg-Foto aus der App.
Scope 1, 2 und 3 stehen einzeln da
Direkte Verbrennung, Ladestrom und die Vorkette des Energieträgers werden getrennt ausgewiesen statt zu einer Summe verrührt. Biogenes CO₂ steht nachrichtlich daneben und nicht in der Gesamtsumme — im Kreislauf gewachsener Kohlenstoff wäre darin eine Doppelzählung.
Scope 3 ist keine Zahl, sondern Kategorien
Wer eine Bilanz liest, fragt nicht „wie hoch ist Scope 3“, sondern welche der fünfzehn GHG-Kategorien enthalten sind. Für einen Fuhrpark sind drei einschlägig — Vorkette, Geschäftsreisen in fremden Fahrzeugen, angemietete Sachanlagen. Der Bericht nennt sie einzeln und sagt, was nicht enthalten ist.
Ladestrom in beiden Lesarten
Das GHG Protocol verlangt für Scope 2 zwei Werte nebeneinander: den Netzmix am Ladeort (standortbasiert) und den tatsächlichen Liefervertrag (marktbasiert). Wer Ökostrom mit Herkunftsnachweis bezieht, kann das damit zeigen — ohne dass die Reihe über die Jahre unvergleichbar wird.
Nur belegte Mengen, keine Hochrechnung
Gerechnet wird über gebuchte Liter und Kilowattstunden. Eine Tankbuchung ohne Menge wird nicht geschätzt, sondern in der Datenabdeckung ausgewiesen — die Lücke steht sichtbar in der Auswertung, statt sich in einer runden Zahl zu verstecken. Jede Summe lässt sich bis zur einzelnen Kostenbuchung zurückverfolgen.
Ein Berichtsjahr lässt sich festschreiben
Solange Sie selbst hineinsehen, dürfen die Zahlen mit jeder Nachbuchung wandern. Sobald eine Zahl das Haus verlassen hat, nicht mehr. Ein festgeschriebenes Berichtsjahr friert den Stand ein; was danach gebucht wird, erscheint als sichtbare Abweichung statt als stille Korrektur — und aufheben lässt es sich nicht, wie beim festgeschriebenen Beleg.
Faktoren mit Quelle, Datum und Protokoll
Hinterlegt ist ein globaler Richtwert je Energieträger; eigene Werte lassen sich daneben setzen, mit Quelle und Gültigkeitsdatum — es zählt der Wert zum Buchungsdatum. Wer einen eigenen Faktor ändert, ändert rückwirkend einen Bericht, deshalb steht die Änderung im Protokoll. Und der biogene Anteil hängt am getankten Produkt: Wer HVO100 tankt, bekommt nicht die Diesel-Emission.
Ein Ziel für emissionsfreie Zugänge
Drei Angaben genügen — Basisjahr, Zieljahr, angestrebter Anteil. Der Ausgangswert wird aus den tatsächlichen Zugängen des Basisjahres gerechnet und nicht eingetippt: eine zweite Zahl neben den Fahrzeugdaten würde nie wieder korrigiert.
02 · VERBRAUCHSDATEN
Verbrauch am richtigen Fahrzeug erfassen.
Ordnen Sie Kraftstoff und Ladestrom dem jeweiligen Fahrzeug zu. Belege und erfasste Mengen bilden die Grundlage der Auswertung.
Prüfen Sie Fahrzeugbezug und Einheit der erfassten Menge. So lassen sich Verbrauchsdaten im passenden Zusammenhang mit Zeitraum und Nutzung betrachten.
03 · BERICHTSGRUNDLAGE
Die Datengrundlage bleibt nachvollziehbar.
Vergleichen Sie erfasste Verbräuche im gewählten Zeitraum. Fahrzeugbezug und Mengen bleiben im Bericht zusammen sichtbar.
Halten Sie fest, welche Daten in die Auswertung eingeflossen sind. Der Bericht bleibt damit auf die zugrunde liegenden Mengen und Belege zurückführbar.
SO FUNKTIONIERT'S
Verbrauch erfassen und gemeinsam auswerten.
Verbrauch erfassen
Kraftstoff und Ladestrom als Verbrauchsdaten erfassen.
Sammeln Sie die vorhandenen Mengen mit Datum und Beleg. Die Unterscheidung zwischen Kraftstoff und Strom hält die Datengrundlage für spätere Auswertungen nachvollziehbar.
Fahrzeug zuordnen
Die Angaben dem passenden Fahrzeug zuordnen.
Prüfen Sie Fahrzeugbezug und Einheit der erfassten Menge. So lassen sich Verbrauchsdaten im passenden Zusammenhang mit Zeitraum und Nutzung betrachten.
Zeitraum auswerten
Die erfassten Mengen innerhalb des gewählten Zeitraums vergleichen.
Achten Sie auf einen einheitlichen Zeitraum und eine vergleichbare Datengrundlage. Fehlende Mengen sollten beim Einordnen der Ergebnisse berücksichtigt werden.
Bericht erstellen
Die Datengrundlage für den Bericht zusammenführen.
Halten Sie fest, welche Daten in die Auswertung eingeflossen sind. Der Bericht bleibt damit auf die zugrunde liegenden Mengen und Belege zurückführbar.
FAQ
Häufige Fragen
Wie berechnet DocuFleet die CO₂-Bilanz?
Aus den gebuchten Mengen: Liter und Kilowattstunden der Tank- und Ladebuchungen werden über Heizwerte in Energie und über Emissionsfaktoren in CO₂-Äquivalente umgerechnet. Scope 1, 2 und 3 stehen einzeln da, und jede Summe lässt sich bis zur einzelnen Kostenbuchung zurückverfolgen.
Was passiert, wenn bei einer Tankbuchung die Menge fehlt?
Sie wird nicht geschätzt. Die Lücke erscheint in der Datenabdeckung der Auswertung, statt sich in einer runden Zahl zu verstecken.
Kann ein Berichtsjahr nachträglich noch geändert werden?
Ein festgeschriebenes Berichtsjahr friert den Stand ein. Was danach gebucht wird, erscheint als sichtbare Abweichung statt als stille Korrektur. Die Festschreibung lässt sich nicht aufheben.
Was macht Verbrauchsdaten später vergleichbar?
Prüfen Sie Fahrzeug, Zeitraum und Einheit der erfassten Mengen. Kraftstoff und Ladestrom sollten unterscheidbar bleiben. Fehlende Angaben müssen bei der Einordnung der Ergebnisse berücksichtigt werden.
Welche Grundlage sollte bei einem Bericht nachvollziehbar sein?
Halten Sie fest, welche Mengen und Belege in den gewählten Zeitraum eingeflossen sind. So kann das Team Rückfragen zu Herkunft und Umfang der ausgewerteten Daten beantworten.
Wie sollte ich Kraftstoff und Ladestrom erfassen?
Ordnen Sie die Mengen mit Datum und dem passenden Fahrzeug zu. Die ursprünglichen Belege ergänzen die Datengrundlage und unterstützen spätere Prüfungen der Angaben.
Warum sollte ich Datenlücken sichtbar halten?
Ein unvollständiger Zeitraum kann wie ein niedrigerer Verbrauch aussehen. Sichtbare Lücken helfen, das Ergebnis sachgerecht einzuordnen und fehlende Angaben gezielt nachzutragen.